Fachtag „Jugendberufsagentur -
Leuchtturm oder Luftschloss?"

Am 22. April 2015 veranstalteten das Hessische Ministerium für Soziales und Integration (HMSI), der Hessische Städtetag (HStT) und Hessische Landkreistag (HLT) in Dietzenbach einen Fachtag unter dem Motto: "Jugendberufsagentur - Leuchtturm oder Luftschloss?"  Die Organisation vor Ort wurde durch den Gastgeber, das Kommunale Jobcenter Pro Arbeit – Kreis Offenbach – (AöR), übernommen. Der Fachtag bot den rund 140 Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Möglichkeit, sich über tragfähige Kooperationsmöglichkeiten und -angebote an den Schnittstellen der Sozialgesetzbücher zu informieren und auszutauschen.

Die einzelnen Programmpunkte wurden per Audio (Interviews als Video) dokumentiert und sind den jeweiligen Abschnitten zum Anhören/Herunterladen zugeordnet.

Begrüßung


Begrüßt wurden die Teilnehmer vom Vorstand der Pro Arbeit, Boris Berner, Moderatorin des Fachtages war Dörte Ahrens aus dem Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration (HMSI).

Einführung in die Thematik:

Nicht nur in Hessen gibt es viele Jugendliche, die aufgrund ihrer individuellen Situation Schwierigkeiten haben, einen Berufsabschluss zu erreichen. Um diesen Jugendlichen eine passgenaue Hilfe anbieten zu können, müssen unterschiedliche Träger Hand in Hand zusammenarbeiten. Je besser sie ihre Leistungen abstimmen, desto eher wird es gelingen, einen Weg in Ausbildung und Beruf zu finden. Die Vielfalt der dabei gewählten Ansätze zeigt: Die im aktuellen Koalitionsvertrag des Bundes artikulierte Jugendberufsagentur ist kein einheitliches Konzept, das in standardisierter Form von oben verordnet werden kann. Kooperationsverfahren, Organisationsstrukturen und Förderschwerpunkte haben sich an den regionalen Bedarfen auszurichten. Dazu kann die Qualität der Kooperation zwischen Jobcenter, Arbeitsagentur, Jugendamt und freien Jugendhilfeträgern entscheidend für den Integrationserfolg sein.


Das inhaltliche Programm des Fachtags begann mit einem themenorientierten Theater-
stück „Die Innensicht“, unter der Leitung von Ute Bansemir (Theaterperipherie).

 

Fachforen

Im Anschluss daran bildeten drei Fachforen den Schwerpunkt der Veranstaltung, moderiert durch Rena Wißmeier (HStT)/ Felix Würfel (HLT), Dr. Christian Mittermüller (HMSI) und Michael Müller-Puhlmann (HMSI).

Forum I

Im Forum I stellte Ulrike Beutnagel (Leitung Jugendberufshilfe Landkreis Kassel, Foto Mitte) im Rahmen der guten Praxis das Modell „Jugendhelfer SGB II“ vor, begleitet durch die Moderation von Rena Wißmeier (HStT) Foto links und Felix Würfel (HLT) Foto rechts.
Präsentation zum Forum I

Forum II

Das Forum II befasste sich mit dem Thema „Kooperations-
vereinbarung als Erfolgsgarant? Vereinbarungs- und Vernetzungskultur in Theorie und Praxis“
, moderiert von Dr. Christian Mittermüller (HMSI), Foto links - den Impuls dazu lieferte Lutz Wende (University of Applied Sciences Frankfurt), Foto rechts.
Präsentation zum Forum II

Forum III

Im Forum III wurde die Thematik „Passgenaue Maßnahmen gemeinsam konzipieren und steuern“ vertieft unter der Beteiligung von (v.l.n.r.) Evelyn Rogowski (Ev. Verein für Jugendsozialarbeit/ Lernbetrieb Frankfurt am Main), Monika Aglago (Jobcenter Frankfurt am Main/Jugendjobcenter) Moderator Michael Müller-Puhlmann (HMSI) und Bernd Schwenke (Jugend- und Sozialamt Stadt Frankfurt/Jugendjobcenter).

Die wesentlichen Ergebnisse der drei Foren wurden durch die jeweiligen Moderatoren im Plenum vorgestellt, sie sind in den folgenden pdf-Dateien zusammengefasst:

Zusammenfassung Forum I

Zusammenfassung Forum II

Zusammenfassung Forum III

Podiumsdiskussion

In der anschließenden von Dörte Ahrens (HMSI) moderierten Podiumsdiskussion zum Thema „Kompetenzen und Verantwortung für den rechtskreisübergreifenden Verbund“ tauschten sich (v.l.n.r.) Andreas Heun (Geschäftsführer JC Darmstadt), Monika Käseberg (Fachdienstleitung Planung, Schule, Jugendberufshilfe Landkreis Groß-Gerau), Pascal Goldmann (Abteilungsleiter Schulsozialarbeit Landeshauptstadt Wiesbaden), Thomas Iser (Vorsitzender der Geschäftsführung Agentur für Arbeit Offenbach), Georg Horcher (Fachdienstleitung Jugend, Familie und Soziales Landkreis Offenbach) und  Boris Berner (Vorstand Pro Arbeit - AöR - Landkreis Offenbach) über verschiedene Standpunkte aus.

Zusammenfassung und Ausblick

Pro Arbeit-Vorstand Boris Berner fasste zum Schluss der Fachtagung noch einmal die wesentlichen Inhalte der einzelnen Themenreferate des Tages zusammen.

Den letzten Programmpunkt der Veranstaltung bildete ein ad hoc Film-Beitrag, der von Nachwuchskräften (BASS-Studierenden) der Pro Arbeit - Kreis Offenbach - (AöR) während des Tagesprogramms mit Interviews von Veranstaltungsteilnehmerinnen und -teilnehmern zu den Erwartungen an die Themen der Veranstaltung produziert wurde.

Nach vielen positiven Rückmeldungen zur Veranstaltung können wir auf einen gelungenen und sehr informativen Tag für alle Beteiligten zurückblicken.